FOOD KOLUMNE NR. 27 | EGOISMUS?

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Aufmerksame Leser unseres Blogs haben schon des öfteren die „unnötige“ Beigabe von Speck, Schinken oder Wurst in unseren Gerichten bemängelt. Scheinbar verlangt dies einer Erklärung, denn wir werden nichts ändern. Wer anderer Ansicht ist, soll die ungeliebten Zutaten gerne weglassen.

Wir leben nach dem Weight-Watchers-System das mit sogenannten Pro Points funktioniert. Zum einfachen Verständnis, diese werden anstelle der Kalorien gezählt. Wichtig ist, dass man einerseits nicht über die Stränge schlägt, andererseits täglich die gleiche Anzahl Punkte (Kalorien) zu sich nimmt. Damit soll der Jojo-Effekt vermieden werden, der Körper soll kein Hungergefühl bekommen und nicht in Panik geraten. Denn das führt automatisch zur Fettablagerungen. Wir kämpfen täglich damit unsere Gerichte so auszubalancieren, dass wir unter unser Ziel von 14 Weight-Watchers-Punkten kommen. Sind wir viel zu niedrig, geben wir in irgendeiner Form weitere „Punkte“ dazu. Sei es dass wir die Menge an Kohlenhydraten erhöhen, sei es dass wir diese für einige von euch als unnötig angesehenen tierischen Fette dazu geben. Wenn wir die von uns anvisierten 12 WW-Punkte erreichen – dann sind wir glücklich.

Seit ich für unsere Gruppe koche, habe ich mich in vielem an die Vorgaben durch Weight Watchers angepasst. Doch ich kann und will mich nicht in jeder Hinsicht verändern, ein bisschen Egoismus steckt auch in mir. Viele „Abnehmer“ kochen so langweiliges Zeugs das es mich graust. Wenn die tägliche Nahrung nach Krankenhaus aussieht, Gemüse aus dem Wasser direkt auf dem Teller landet, dann geht Lebensqualität verloren. Es ist nicht nötig alles Gute vom Speisezettel zu streichen. Die richtige Mischung von Masshalten, konsequenter Umsetzung und Durchhaltevermögen sind die Schlüssel zum Erfolg. Wenn die Gerichte auch noch lecker sind ist das „durchhalten“  kein Problem. Butter und Rahm habe ich weitgehend von unserem Speisezettel eliminiert. Aber liebe Leser, bitte bitte lasst mir meinen Speck. Einige Gerichte schreien richtig danach. Geschmack muss unser Essen einfach haben. Oder wie das alte Sprichwort sagt: „Allen Menschen recht getan ist eine Kunst die niemand kann“.

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