FOOD KOLUMNE NR. 28 | Farbe

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Farbe bedeutet für mich Frische, Geschmack, auf den Punkt gegart und nicht verkocht. Farbe erweckt in mir auch Fröhlichkeit und Wohlempfinden. Farben sind mir wichtig und gehören so oft wie möglich auf meine Teller. Vorallem bei Gemüse, ein wichtiger wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil unserer Küche hier im Blog. Ich unternehme alles um die Farben durch knappe Garzeiten zu erhalten. Auch die Mischung der Produkte ist oft durch die Farben bestimmt. Farbe hat bei mir fast den Stellenwert von Geschmack erhalten, Farbe ist zum Teil tatsächlich gleich bedeutend damit. Bohnen, Broccoli, Rosenkohl, Erbsen, Zuccetti, sie alle haben – sobald bräunlich – ihren Geschmack und ihre Konsistenz verändert. Leider nie zum guten. Dass dabei auch Vitamine verloren gehen wissen wir. Knackige Bohnen, vermischt mit schmelzigen weichgegarten Zwiebelstücken, knackige grüne Erbsen vermischt mit langsam gegarten Karotten, dieses spielen mit Farbe und Konsistenz macht unser Essen zu etwas besonderem. Das Kochen mit Liebe das unser Gaumen, der Magen, und die Verdauung ganz einfach verdienen. Kein Mehraufwand, kein grösserer Zeitaufwand, nur etwas Liebe zu sich selbst und den Kostgängern.      

Als junger Mann kaufte ich mir gerne spezielle Teller. Schwarze waren in den siebziger Jahren der Renner. Doch leider sieht darauf nicht alles gut aus, dunkle Nahrungsmittel, z.B. Fleisch macht darauf keine Freude. Die Fingerabdrücke sind kaum wegzukriegen, bis die Teller sauber sind ist das Essen kalt. Also kaufte ich Glasteller. Doch je nach Tisch, Tischtuch oder Tischset passte der Untergrund nicht zu den Speisen. Also war das wieder nichts. Dann kamen die Jahre mit verzierten Rändern.
Normalerweise kaufe ich Geschirr im Dutzend so kann ich einiges zerschlagen um die eigentlich gewünschte Zahl von acht zu erreichen. Nur hatte ich damals das Geld nicht dafür. Also erstand ich meist nur vier. Ging einer kaputt versuchte ich nachzukaufen, doch oft war das Design nicht mehr erhältlich. Das führte zum konsequenten Kauf von weissen Tellern und bewussterem kombinieren der Esswaren in Bezug auf Farbe.

Natürlich gibt es vieles, dass nicht unter die „Farbregel“ fällt. Zum Beispiel sind ein Teller mit Spargeln, Austern oder einem grossen Fleischstück nicht wegen der Farbe, sondern der Form wegen ein Genuss an zu sehen. Da brauchts keine Deko und keine Zusatz Farbe. Das einzige was dazu gehört ist Besteck und eine Serviette um sich nach dem Genuss den Mund abzuwischen.

2 Kommentare

  1. Was du schreibst, sieht man jeden Tag auf deinen Tellern! Kompliment! (Auch wenn deshalb oft das „Wäh“ zum Einsatz kommt……)

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