FOOD KOLUMNE NR. 46 | RUHE

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Da meine bessere Hälfte und ich beide Kinder aus früheren Ehen haben, diese Erwachsen sind und teils wiederum eigene Kinder haben werden drei Weihnachtsessen abgehalten. Zwei mit den Familien und eines das wir in Ruhe alleine geniessen. Meine Überlegungen zu den Feiertagsessen waren der Einfachheit gewidmet. Seit die Familie grösser wurde, die Kinder Partner bekamen und sich auch Enkel an den Tisch setzten suchte ich nur noch nach dem einen perfekten Gericht das alle mögen und den Aufwand möglichst klein hält. Vor allem mit Kindern, die es kaum erwarten können ihre Geschenke zu öffnen lässt sich kein Festessen veranstalten. Gibt man ihnen die Bescherung früher, schon vor dem Essen dann ist ihr Hunger weg und spielen angesagt. Gibt man diese erst nach dem Essen ist es mit dem Frieden vorbei.

Bei der grössten Zusammenkunft sind wir ca. 10 Erwachsene und drei Kinder. Als Vorspeise steht eine Lachseite mit Zwiebeln, Kapern, Meerrettichschaum und Toast bereit. Jeder nimmt davon so viel er mag und wir haben gemütlich Zeit den Hauptgang gemeinsam vorzubereiten. Unsere Lösung ist der Mongolentopf. Brühe mit vielen fein geschnittenen Gemüse, dazu verschiedene Fleischsorten die entweder in die Flüssigkeit getaucht oder gebraten werden. Verschiedenste Saucen um das Fleisch zu begleiten stehen ebenfalls bereit. Die Kinder werden nicht stur am Tisch gehalten, wer lieber spielt der darf. Diese Lösung ist für uns perfekt und zieht sich gemütlich über eine längere Zeit hin.

Das zweite Familienessen hat nur 6 Erwachsene am Tisch. Meist habe ich am Tag davor etwas vorbereitet. Eine Lasagne, Salat und oft ebenfalls geräuchten Lachs oder Foie Gras als Vorspeise. Kein Stress, kein Gehetze, kein Tohuwabohu in der Küche. Dazu gute Weine und ein einfaches Dessert. Uns passts.

Das Essen von Christina und meiner Wenigkeit ist das einfachste von allen. Wir besorgen beim besten Käser der Stadt perfekten Käse, herrliche dünne Baguettes, dazu Schwarztee und Kirsch von Lipp-Kunz in Maienfeld. Es ist jedes Jahr unser einziges Käsefondue und vielleicht gerade deshalb einfach ein Genuss. Wir freuen uns immer von neuem darauf. Aus dem gleichen Topf bei Kerzenschein zu Essen ist ein schönes Gefühl.

Die aufwändigen Essen koche ich unter dem Jahr an Wochenenden wenn uns Freunde besuchen und ich Zeit und Musse habe dafür. An den Feiertagen am Jahresende hingegen möchte auch ich meine verdiente(?) Ruhe.

4 Kommentare

  1. Ich kann euch gut verstehen. Wir bereiten an ganz normalen Tagen, wo uns keine Hektik und Verpflichtungen jagen gerne ein Festessen zu – da kann man es dann richtig geniessen.

  2. Eine weise Entscheidung, sich für ein „einfaches“ Essen zu entscheiden und somit wenigstens etwas in den Genuß von Ruhe zu kommen. Wünsche euch entspannte Tage.

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