FOOD KOLUMNE NR. 48 | Jahresrückblick

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Ein Mittagessen ging 2015 total in die Hosen. Ich kochte damals ein Gericht mit Spargeln, Babymais, Kingfisch und Limetten. Limetten als Geschmacksgeber waren für mich neu und ich hatte die grünen Mistdinger unterschätzt. Das Ergebnis war so bitter, dass es uns alles vom Mund bis in den Enddarm zusammenzog. Auf der Aufnahme war zum Glück nicht’s zu sehen. Wir haben das Rezept korrigiert, den Beitrag aufgeschalten, das Essen vernichtet und etwas neues gekocht. Nein, geärgert haben wir uns nicht – im Gegenteil. Wir fanden es komischerweise zum schreien lustig.

Des öfteren ist auch das Gegenteil passiert. Gerichte die schlicht und einfach grossartig gelungen waren, die man nicht besser kochen konnte. Wir beglückwünschten uns gegenseitig, waren stolz und überzeugt dass die ganze Welt dies ansehen und begeisterte Dankeskommentare hinterlassen würde. Denkste! Genau diese Beiträge wurden oft ignoriert, kaum besucht und nicht geliket. Halleluja!

Wunderbares Essen das wir in der Eile und vom Hunger geplagt nicht schön angerichtet oder schlecht Aufgenommen haben, diese Katastrophen hat Sabrina noch schnell im Fotoshop ausgebügelt, genau so wie ich Rezepte verbessere wenn mir eine Speise nicht richtig gefällt. Da kann es schon vorkommen dass in eurem Rezept ein Gewürz mehr oder weniger beschrieben wird als auf unserem Teller lag.

Das wichtigste, der Grund der uns zu Bloggern machte, das Abnehmen hat bei uns absolut zufriedenstellend funktioniert. Wir wissen von mindestens drei befreundeten Ehepaaren die ebenfalls weitgehend nach unseren Rezepten leben. Auch bei ihnen ist schon einiges an Fett weggeschmolzen. Aus dem Internet hören wir zu diesem Punkt eigentlich nichts. Wir wissen nur dass einige nach unseren Rezepten kochen. Die Menschen schauen bei uns über den Tellerrand und schon sind sie wieder weg. Na ja, manchmal würde es uns schon interessieren ob auch uns unbekannte Menschen mit unseren Rezepten erfolgreich sind.

Haben wir mit unserem Blog etwas verändert, die Welt verbessert, Hungernde gesättigt oder Kranke geheilt? Haben wir irgend etwas wirklich sinnvolles damit erreicht? Eher nicht. Aber unserer kleinen Gemeinschaft hat es gut getan. Es hat uns im Betrieb einander näher gebracht und manchen Grund zum Lachen und zur Freude gegeben. Dazu kommen unsere Leser, Menschen die wir nicht kennen die uns fast täglich auf dem Blog besuchen. Man weiss selten wo sie wohnen, selten ob und was sie Arbeiten. Es sind gemeinsame Interessen oder ähnliche Probleme die Blogger zusammenführen.

Am 15. Januar hat unser Blog seinen ersten Geburtstag. Wir machen uns fleissig Gedanken wie es weitergeht. Doch das hat noch fast drei Wochen Zeit. Vorerst lassen wir alles beim alten, denn ich schreibe ja hier keinen Zukunftsroman sondern unseren Jahresrückblick.

 

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