FOOD KOLUMNE Nr.56 | Fresssüchtiger auf Entzug

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Warum habe ich nicht früher meinem Gewicht Sorge getragen? Das Frage ich mich oft seit wir mit dem Abnehmen begonnen haben und dies recht erfolgreich durchführen. Ich hatte nicht Angst weniger zu essen. Ich hatte Angst schlechter zu essen und sogar grosse Angst auf einige meiner geliebten Nahrungsmittel zu verzichten. Da wären:

  • Würste
  • Butter & Rahm
  • Pommes
  • Wienerschnitzel & Cordon Bleu
  • Zürcher Geschnetzeltes mit Butterrösti
  • Gute Pizza
  • Fette Käse
  • Vanilleeis
  • Rahmsaucen
  • Weinsaucen
  • usw.

Diese Liste könnte ich beliebig fortsetzen, ich musste keine Sekunde überlegen um mal einige Produkte zu nennen, die ich mir nie abgewöhnen wollte. Und jetzt – ich habe es trotzdem getan. Von einem Tag auf den andern, ein Entschluss der in Sekundenschnelle gefallen ist. Vielleicht hat mir genau das geholfen. Das NICHT überlegen, das einfach TUN. Zusätzlich hilft die Tatsache dass ich mittags nicht mehr auswärts essen kann. Die Pflicht die ich mir selbst eingebrockt habe, das gegebene Wort für unsere Gemeinschaft zu kochen bis wir alle unser Wohlfühlgewicht erreicht haben. Dank dessen komme ich nicht mal in die Versuchung in Restaurants auf der Menükarte nach Gerichten wie Cordon Bleu oder Zürcher Geschnetzeltem zu suchen und zu bestellen. Auch der geliebte Wein blieb dank dessen auf der Strecke.

Im Weiteren hilft mir auch das kochen für weitere Personen die sich auf mich verlassen. Es zwingt mich beim kreieren der Gerichte, bei der Wahl der verwendeten Nahrungsmittel, bei der Umsetzung in der Pfanne, immer daran zu denken, dass es nicht nur gutes – sondern auch gesundes Essen sein soll. Gedanken an fritieren, Saucen mit Rahm oder Alkohol, Butter am Gemüse sind NO GO’s. Nur schon die Gedanken daran sind strengstens verboten.

Wie schon in andern Post’s erwähnt, werden unsere Gerichte immer besser und es fällt mir immer leichter neue Kompositionen zu erdenken. Wir (auch ich) gewöhnen uns immer mehr an diese Küche und die Gedanken an die früheren Lieblingsspeisen rücken immer weiter in die Ferne. Ganz vergessen sind sie natürlich nicht. Wenn immer ich beim einkaufen „verbotenes“ sehe, erzählt mir mein Hirn sofort was damit umgesetzt werden könnte. Wenn immer ich ein Bild eines leckeren Gerichtes sehe dass auf meiner Kilometer langen Lieblingsessenliste steht meldet mir mein Hirn wie gut dies schmeckt und lässt mir auch nach einem Jahr das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Wird das irgendwann aufhören, bin ich eines Tages soweit mich an meiner heutigen Küche so zu begeistern wie an der herkömmlichen? Wahrscheinlich nicht. Ich glaube ich bleibe ein Fresssüchtiger auf Entzug.

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