FOODBLOG: IN EIGENER SACHE NR. 9

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Kopfrechnen wurde mir schon früh von meiner Mutter beigebracht. Sie war Buchhalterin und Zahlen sprachen zu ihr wie Worte zu anderen Menschen. Beim Einkauf wusste sie an der Kasse den genauen Betrag der zusammengetragenen Waren auf heller und Pfennig denn ihr Kopf rechnete so genau oder genauer als der Taschenrechner in heutigen Smartphones. Ob in den Genen oder durch ihre Erziehung, Zahlen faszinieren mich und ich rechne gerne und oft. Bei ihr mussten Zahlen exakt sein, mir geht es meist um Schätzungen bei denen ich Auf- und Abrunde.

Heute machte ich mir auf dem Heimweg im Auto Gedanken zu unserem Blogaufwand. Ich schätze den von Sabrina auf auf eine Stunde täglich, meinen auf etwa eineinhalb. Also 2,5 x 365(Tage) ergibt gute 912 Stunden jährlich. Bei einer 40 Stunden Woche entspricht dies inklusive Ferienanteil und Feiertagen zirka 25 Wochen Arbeit. Die Arbeit eines Angestellten in einem halben Jahr. Unbezahlbar!

Kaum zu Hause angekommen suchte ich nach Zahlen der weltweiten BloggerInnen. Diese sind nach Statistiken vorwiegend Frauen, die meisten davon sind Mütter. Über die Hälfte davon ist zwischen 18 und 34 Jahre alt. Ihre Zahl kann Anhand der bei Firmen wie WordPress verwendeten CMS recht gut eingeschätzt werden und wird sage und schreibe mit 300’000’000, in Worten dreihundert Millionen angegegeben. Diese Zahl ist trotz Social Networks wie Facebook immer noch stark im steigen begriffen.

Meine Gedanken Spielereien führten mich natürlich weiter. Wenn für jeden Blog nur eine Stunde pro Woche aufgewendet wird, ergibt dies bei 40 Stunden Wochen die unglaubliche Zahl von 52 x 300Mio /Stunden dies entspricht einem Arbeitsaufwand von 7,5 Millionen Menschen über ein ganzes Jahr Arbeitsjahr. Da dies in etwa der Einwohnerzahl der Schweiz entspricht würden also alle Schweizer immer nur Bloggen. Alle wirklich alle. Ob Baby oder Greis, Strassenbahnschaffner oder Bankdirektor. Hemmmm!

Als nächstes interessierte mich der minimale Verdienst der CMS Anbieter wie WordPress. Sie geben uns das CMS ja grosszügiger weise gratis frei Haus. Denkste! Entweder akzeptieren wir Werbung auf unseren Seiten die Geld bringt, oder wir können/dürfen uns davon freikaufen. Dies kostet CHF 100.- pro Blog. Daraus ergibt sich ein Betrag von 30 Milliarden Schweizerfränkli über die letzten 10 Jahre. Da der weltweite Markt mehr oder weniger von drei Anbietern abgedeckt wird teilen sich diese also 3 Milliarden pro Jahr. Darin sind Zusatzaufwendungen noch nicht eingerechnet. Halleluja.

Sabrina, ich und viele unserer Leser sind also nicht’s anderes als Teil einer grossen Herde von Bloggertierchen die fleissig gemolken werden. Schön blöööd …….

PS: Dies sind nur grobe Schätzungen meinerseits.OG

10 Kommentare

  1. Aufwand hin oder her – die Kreativität bleibt sichtbar, die Werbung auf meinem Blog ist für mich unsichtbar und somit egal und bedeutet, daß ich schon eine ganze Ecke lang ohne Scherflein auf WordPress posten kann. Für mich eine win-win.
    Außerdem hätte ich sowieso nicht geglaubt, daß irgendjemand etwas (kommerzielles) aus reiner Nächstenliebe macht 🙂
    LG Alex

  2. Sehr interessant und könnte gut passen. Also, wir „Blogger“ sind dann schon etwas verrückt oder lieben einfach die Dinge mit denen wir uns beschäftigen. Lieben Gruß Heike

    1. Liebe Heike,
      ich denke das Bloggen ist ein Hobby wie viele andere. Es kostet uns viel Zeit, kein Geld und doch verdienen andere viel Geld an uns. Sei’s drum.
      Herzliche Grüsse, Bernhard

    1. Die Rechnerei stimmt Bernhard. Besten Gruß, Jacob

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