FOODKOLUMNE NR. 81 | FRUCHTWÄHEN

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Seit wir uns bewusst um unser Gewicht kümmern suchen wir nach Möglichkeiten unsere Rezepte für Wähen, auch Târte oder Blechkuchen genannt zu ändern. Die Probleme sind Blätterteig, Rahm, Nüsse und Zucker. Vier Bestandteile die sich leider gerne auf unseren Hüften festsetzen aber eine Fruchtwähe zu einer delikaten Speise machen.

Schon unsere Mütter haben buttrigen Blätterteig mit gemahlenen Nüssen bestreut, vorsichtig die gleichmässig geschnittenen Früchte darauf gereiht und diese mit Vanillezucker bestreut. Dann ging’s ab in den vorgeheizten Ofen. Nach 10 Minuten wurde dickflüssiger Rahm vorsichtig über die Früchte gegossen und fertig gebacken. Schon bald erfüllte der Duft die Küche mit einem Aroma das mein Herz jubeln liess. Bis heute kann ich es kaum erwarten bis solche Wunderwerke abgekühlt endlich auf den Tisch kommen. Seit meiner Kindheit bin ich von ihnen begeistert. Bis vor zwei Jahren haben wir die Wähen nur so zubereitet.

Schonkurz nach Beginn unseres neuen Lebensabschnitts haben wir überlegt wie wir das Rezept abändern könnten, den Geschmack erhalten und trotzdem die Punkte reduzieren. Was müssen wir weg lassen, was darf bleiben? Kuchenteig hat weniger Butter, macht leider auch weniger Freude. Der Rahm wurde versuchsweise weggelassen, damit können wir leben. Vanillezucker haben wir auf ein Minimum reduziert, die gemahlenen Nüsse ebenfalls. Und plötzlich hatten wir unser Ziel erreicht das mit reifen Zwetschgen, Aprikosen und altmodischen Apfelsorten perfekt funktioniert. Der Fruchtgeschmack kommt durch das weglassen und die Reduktion der anderen Bestandteile sogar noch besser zur Geltung. Freude herrscht.

Als unsere Nachbarin diese Woche eine grosse Tüte Zwetschgen als Geschenk vorbei brachte strahlten wir sie an. Ich umarmte und küsste sie zum Dank sogar ohne dass meine bessere Hälfte sich daran gestört hätte. Sofort wurde der Menuplan für unser Nachtessen abgeändert und eine Zwetschgenwähe zubereitet. Während sich im Backofen der herrliche Duft entwickelte haben wir die weiteren Früchte halbiert, entsteint und zum tiefkühlen auf Bleche gelegt. Wir werden uns an ihnen im Winter erfreuen. Danke liebe Daniela.

4 Kommentare

  1. Nun habt ihr mich aber auf den Geschmack gebracht – in den nächsten Tagen muss ich unbedingt mal eine Zwetschgen-Tarte backen! Ich denke an eine mit Mürbeteig und Streuseln oben drauf. Ich bin nicht so firm im Kalorienzählen, aber im Vergleich zu Blätterteig ist so ein „Keks“-Boden doch bestimmt auch die etwas leichtere Variante, oder?
    Viele Grüße

  2. Hey,
    der Hund sieht aus als wolle er sagen: „Blöde Nachbarin, was soll ICH denn mit Zwetschgen“ 😀
    Fruchtwähen kenne ich gar nicht, klingt lecker.
    Bei meiner Oma gabs immer Zwetschgendatschi vom Blech und der ist dank Hefeteig sowieso nicht so mächtig …zumindest wenn man nicht nen Haufen Sahne drauf macht 😉
    LG

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