FOODBLOG: IN EIGENER SACHE NR. 21

200916Druck

Vor Sekunden habe ich ein Fenster am PC geöffnet um meinen Dienstagstext zu schreiben. Ohne ein Thema bestimmt zu haben, da war noch eine grosse Leere in meinem Hirn. Dann die Idee – Ich frage mich wie viele Blogger wohl im Moment Leidensgenossen sind. Google fand für mich einen Post in dem jemand recht überzeugend die Zahl von monatlichen 2 Millionen deutschsprachigen Blogposts errechnet hat. Davon ausgehend sitzen pro Stunde (auch gerade jetzt) 2’778 Menschen im deutschsprachigen Raum dabei einen Blogtext zu schreiben oder – wie ich eben nicht zu wissen was sie schreiben sollen.

Natürlich hilft mir dieses Zahlenspiel, diese Schätzung nicht weiter. Doch es beruhigt mich andere in einer ähnlichen Situation zu wissen. Mir vorzustellen wie sie über ihrer Tastatur über den zu schreibenden Text brüten und nicht weiterkommen. Ich gestehe, da ist auch ein wenig Schadenfreude mit dabei. Es ist mir klar, dass diese mir nicht weiter hilft doch die Gedanken daran machen mich lockerer. Anstelle meines grimmigen, ärgerlichen Gesichtsausdrucks tritt plötzlich ein lächeln.

Zum Glück ist das Bloggen für mich Hobby und kein Beruf. Journalisten, Texter, Schriftsteller und Drehbuchschreiber sind in einer viel unangenehmeren Situation. Wo ich darf, da müssen Sie. Nämlich täglich ihre vorgegebene  Menge an Text produzieren um ihr Soll zu erfüllen. Täglich werden von ihnen kreative Ergüsse erwartet, Tag ein Tag aus. Ohne Unterbruch, lebenslänglich. Dank dem Bloggen ist mir dies gerade erst bewusst geworden. Die haben keinen einfachen Job.

7 Kommentare

  1. Mir geht es ab und an sehr ähnlich und kann mich daher ebenfalls einreihen. Wichtig ist, dass man sich selbst nicht unter Druck setzt und den Spaß am Schreiben nicht verliert.
    Liebe Grüße, Emily

  2. Hallo Diana,
    das ist trotz anfänglicher Einfallslosigkeit ein schöner Eintrag geworden! Zu Deinem letzten Absatz: Na ja, es gibt solche und solche … Ich bin Redakteurin in einem Dienstleistungsunternehmen und schreibe fachliche Texte für Kundenberater. Das hat nur wenig mit kreativen Schreiben zu tun, Das Thema wird mir immer vorgegeben und auch die Form (Content Management System). Das ist manchmal etwas dröge, aber mir macht es riesigen Spaß, mit Sprache zu arbeiten. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das selbstständig oder freiberuflich zu machen. Vielleicht hab ich dazu zu wenig Selbstvertrauen und ein zu großes Sicherheitsdenken (auch wenn’s mal nicht so gut läuft, das Gehalt kommt jeden Monat). Auf jeden Fall bräuchte ich dazu mehr Disziplin. Und ich habe festgestellt, dass ich nicht gut kreativ schreiben kann, wenn ich den Kopf nicht frei habe (zu viele Baustellen), was zurzeit der Fall ist. LG

  3. Hallo,
    ja ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich habe mit mir selbst vereinbart, dass ich pro Woche ein bis zwei Beiträge auf meinem Blog schreibe. Das geht eigentlich recht problemlos. Aber: Ich trinke aber hin und wieder eine interessante Flasche Wein, über die ich eigentlich schreiben möchte. Dann ist diese Flasche weg und mir fällt überhaupt nichts dazu ein. Dann hake ich diese – nichtvorhandene – Geschichte einfach mal ab. Lustigerweise (oftmals in der Nacht im Halbschlaf) fällt dann Wochen später der Groschen und ich habe die Geschichte plötzlich im Kopf…

    Wie dem auch sei. Ich bin froh, dass ich von meinem Geschreibsel nicht leben muss! So macht es nämlich einfach nur Spaß ohne Druck über etwas zu schreiben, das man gerne hat.

  4. Super – so kommt man auch zu einem Beitrag. 😉
    Er ist sogar so interessant, das ich ihn bis zu Ende durchgelesen habe.
    LG
    Ellen

  5. Bin ganz deiner Meinung. Für mich ist mein Blog ein rein privates Gaudium, bei dem ich mich freue, wenn auch andere Leute gerne einmal hineinsehen. Beruflich würde ich das auf keinen Fall machen wollen!!

  6. Hi,
    interessant, ich gehe anders an die Sache heran. Ich blogge nicht täglich, sondern nur dann wenn mit gerade was einfällt, über was ich schreiben möchte und ich die Zeit dazu habe.
    So kann es sein, dass ich mal eine ganze Woche gar nix schreibe und dann an einem Tag gleich 2 Einträge mache.
    Vielleicht sollte ich an produktiven Tagen die Beiträge im Voraus schreiben, um an unproduktiven Tage auch was posten zu könnten *grübel* Ach was solls 😀
    Wie bei dir auch, ist der Blog für mich nur ein Hobby, ich muss damit kein Geld verdienen, also kann ich das ganz locker sehen 😉
    Für Berufschreiber kann natürlich eine unproduktive Woche ohne Inspiration Probleme bedeuten.
    LG Diana

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