FOOD KOLUMNE NR. 13 | Cuisine du Marché

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Wir sind vom 2. Oktober bis am 15. Oktober 2016 in den Ferien. Die Zeit überbrücken wir mit einer „Best of Serie“ aus unseren ersten Bloggerjahren. Dieser Beitrag ist vom 02. Mai 2015.

In den letzten Tagen haben uns diverse Kommentare erreicht. Im Gegensatz zu früheren aus unserem Freundeskreis, sind einige von uns noch unbekannten Blog Besuchern. Wir haben uns darüber sehr gefreut. Herzlichen Dank. In einer Zuschrift wird kreatives Einkaufen angesprochen. Das hat in meinem Kopf einiges in Bewegung gebracht, das ich versuche auf „Papier“ zu bringen. Die sogenannte „Cuisine du Marché“ war noch in meiner Jugendzeit etwas völlig normales.

Erst beim Einkaufen wurde die Entscheidung über das Essen getroffen. Angebot, Preis und Frische der Nahrungsmittel haben das Menu bestimmt. Vor allem das Gemüse- , aber auch das Fleischangebot war bei weitem nicht so vielfältig wie heute. Es hatte oder eben nicht, die Gerichte wurden der täglichen Situation angepasst. Nicht nur die Hausfrauen, auch die Berufsköche mussten ihre Tagesmenüs beim Einkauf nochmals überdenken und teilweise über den Haufen werfen. Beim Einkauf auf dem Markt liebe ich diese Tradition immer noch, der Name kommt ja daher. Nur das frischeste, dass fast von selbst in den Einkaufskorb springt kommt auf den Tisch. Natürlich mit den angepassten Beilagen, Fleisch und Fisch.

Dies ist in der heutigen Zeit nicht mehr nötig. Wir leben in einer Zeit der schnellen Transportwege, der Kühltransporte, der Kühlräume. Köche können planen, fast wie und was sie wollen, die Produkte sind bei irgendeinem Lieferanten erhältlich. Verkocht merkt ja kaum jemand ob das Rind aus heimischen Landen, den USA, Argentinien, Uruguay, Australien oder vom Mond eingeflogen wurde. Dasselbe gilt bei den Früchten und Gemüsen. Kaum jemand denkt im März daran, dass eine so selbstverständliche Frucht wie der Apfel nur aus einem gekühlten Lagerraum sein kann oder aus einem Land wie z. Beispiel Neuseeland eingeflogen wurde. Wir essen im März tatsächlich Äpfel die gegen 5 Monate bei knapp 0° gelagert oder um den halben Erdball transportiert wurden.

Unsere Nahrungsmittellieferanten nehmen uns mit ihrer grossartigen „Importerei“ von nicht saisonalem etwas von der Spannung einer Cuisine du Marché. Ich für meinen Teil will mir diese erhalten, will weiterhin (mit Ausnahmen) möglichst Produkte aus unserer Gegend und geniesse die Tage an denen auf meinem Einkaufszettel etwas völlig anderes steht als am Mittag auf den Teller kommt.

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