Foodblog: In eigener Sache Nr. 23

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Unsere kurzen Ferien waren als Fahrt ins Blaue mit Richtung Italien geplant. Das hinderte uns nicht einige Informationen aus den Social Medias zu beziehen. Für Restaurants besuchte ich den TripAdvisor, für Hotels landete ich ungewollt auf Booking.com.

Es waren meine ersten Besuche auf diesen Portalen und beide waren für mich endtäuschend. Zum Glück machte ich Tests mit meiner eigenen Stadt, mit Zürich. Dabei stiess ich auf Antworten die ich nicht erwartet und als unbrauchbar empfunden habe. Auskünfte die nicht meinen Wünschen noch meinem Wissen entsprachen.

Restaurants können die Benotung ihres Lokals im TripAdvizer mit einigen guten Freunden jederzeit positiv  – oder die der Konkurrenz  negativ beeinflussen. Entsprechend sieht die publizierte Bestenliste für Zürich auch aus. Von den als Top 10 gehandelten Restaurants hätte ich höchstens eines empfohlen. Wie mir Gastronomen versicherten ist dies trotzdem die wichtigste Plattform für sie, vor allem Touristen scheinen sich meist hier zu informieren.

Erschreckend ist der Schaden der mit schlechten Beurteilungen angerichtet werden kann. Erstaunlicherweise werden Benotungen die um 50% schlechter sind als Vorangegangene problemlos akzeptiert und die Lokale stark zurückgestuft. Unqualifizierte Personen die kleine Fehler sehr streng benoten verfälschen damit die Rangliste extrem, dürfen aber trotzdem benoten. Es lohnt sich also sehr bei jedem anvisierten Lokal einige Beiträge anzusehen um sich selbst ein richtiges Bild zu verschaffen. Übrigens, viele der inkompetenten Beurteilungen sind von Menschen die viele Kommentare schreiben und scheinbar gefallen an überkritischen, falschen Benotungen finden. Dieses Portal ist sicher brauchbar, aber bitte mit Vorsicht.

Das Portal zur Hotel Suche ist für die Betreiber eine Geldmaschine für uns als Kunden und die Hotels jedoch verheerend. Übernachtungen werden durch entsprechende Portale um mindestens 15% teurer. Häuser die schlecht ausgelastet sind können sich mit höheren Beitragszahlungen nach vorne bringen. Kleinere Hotels, oftmals Familienbetriebe die sich dies nicht leisten können bleiben aussen vor. Dieses Portal ist deshalb höchstens als “Wegweiser “zu gebrauchen. Von interessanten Hotels die Webseite suchen und direkt bestellen. Die eigenen Webseiten der Hotels werden völlig in den Hintergrund gedrückt. Zum Glück sind in der Schweiz Bestrebungen vorhanden solche Hotelplattformen zu verbieten.

Wir haben schlussendlich unsere Reise wie in den 90er Jahren abgehalten. Ohne elektronische Hilfe aus der Wolke. Ohne verfälschte Informationen. Wir haben uns wie früher sympathisch aussehende Lokale und Hotels ausgesucht. Einige waren schon ausgebucht, andere wollten Hunde nicht akzeptieren. Was soll’s, wir haben immer ein passendes gefunden. Es war ja eine Fahrt ins Blaue.

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