FOODKOLUMNE NR. 88 | GARTENFREUDEN

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Gesund soll essen sein und frisch. Der beste Weg dafür ist ein eigener Gemüsegarten und dies wollten wir mit drei kleinen Hochbeeten versuchen. Hochbeete damit wir uns weniger bücken und die Schnecken höher klettern müssen. Das Ganze wurde möglich da unsere Enkel nicht mehr in unserem Garten Fussball spielen und ich meine Arbeit auf einen Drittel reduzierte.

Das Anlegen eines kleinen Garten’s kann doch nicht sehr schwierig sein. Was wir wollen ist ja nichts anderes als grosse Blumentöpfe. Dass anstelle von Geranien eben Gemüse wächst macht sicher keinen Unterschied. Meinten wir.

Wir packten es an. Paletten und Palettenrahmen wurden uns von Christinas Sohn nicht nur geschenkt sondern auch gleich geliefert. Halleluja. Bio-Erde wurde gekauft und die Rahmen am sonnigsten Platz des Gartens aufgestellt und mit der Erde aufgefüllt. Salate, Gurken, Broccoli, Blumenkohl, Lauch, Krautstiel, Bohnen und Zucchini angepflanzt. Noch ein Halleluja!

Ach, es sah aller liebst aus, die hübschen zarten Pflänzchen wie sie da in Reih und Glied in unseren Kisten aus der Erde guckten. Zum Glück, es war im Frühsommer, regnete es oft sodass in den ersten Wochen die Gemüse schnell in die Höhe schossen. Doch der Regen verdichtete auch die Erde die dadurch immer weiter zusammensackte. Dies hatte zur Folge dass der Rand der Holzrahmen immer breiter wurde und die Pflänzchen weniger Licht bekamen. Auf der Suche nach Sonne streckten sie sich – aus Kopfsalaten wurde Stangensalat. Der Lauch hatte keine Zeit in die breite zu gehen, er schoss in die Höhe wie Schilf.

Etwa zur selben Zeit wurden die Bohnen teilweise Schwarz. Läuse hatten sich ihrer angenommen, sie fast über Nacht in ihren Besitz gebracht. Am Blumenkohl setzten sich die Raupen der Kohlweisslinge fest. Schöne, kräftige geschmeidige Tiere, entzückt von unseren natürlichen chemiefreien Pflänzchen. Bis wir bei einer erfahrenen Gartenbloggerin per Mail um Hilfe schrien war es zu spät. Sie hatte uns zwar umgehend ausführlich geantwortet doch die Insekten hatten schon gewonnen. Nachdem eine Familie Eichelhäher im Frühsommer all unsere Kirschen gepflückt hatte blieb uns dank den neuen Gartenmitarbeitern eine weitere Erntearbeit erspart.

Nun freuen wir uns auf das nächste Jahr. Denn eines ist sicher, unsere Ernte kann nur Ertrag’s reicher werden. Das wenige das den Weg dieses Jahr in die Küche fand war sehr lecker. Doch leider hat es nicht gereicht um daran satt zu werden.

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2 Kommentare

  1. Dein Beitrag und dein Bild sind Traumhaft! Ich kenne dein Problem, hatte dieses Jahr auch sehr wenig im Garten! Trotzdem viel Glück für’s nächste Jahr!
    Liebe Grüße! 😇

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