FOODBLOG: IN EIGENER SACHE NR. 25

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Die Jahreszeit beeinflusst einfache Alltagsküche wie die unsere enorm. An der Spargelsaison, Erdbeersaison oder Pilzsaison um einige zu nennen kommen wir nicht vorbei ohne Speisen damit zu kochen. Wiederholungen von schon im Vorjahr publizierten Rezepten sind dadurch fast unumgänglich. Dazu kommen alle anderen Foodblogger die ebenfalls zur gleichen Zeit die gleichen Produkte im Angebot ihrer Märkte und Läden finden. Damit werden automatisch gleichzeitig ähnliche oder sogar fast identische Gerichte im Netz veröffentlicht.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Kürbis. Denn das meist mit diesem Gemüse veröffentlichte Gericht, die Kürbissuppe, wurde dieses Jahr schon so oft in Blogs veröffentlicht dass ich wahrscheinlich schon jetzt, kurz nach Saisonbeginn mit einer eigenen Suppenvariante wie ein Kopist dastehen würde. Ich müsste alle anderen Rezepte lesen um eine raffinierte, neue Variante die noch kein anderer BloggerInn gemacht hat zu finden. Nur ist dies gerade bei der Kürbissuppe gar nicht so einfach, vielleicht gar nicht möglich. Da sind die Varianten mit nicht ganz so üblichen Gewürzen wie Curry, Ingwer oder Safran, die italienische mach Art mit Parmesan, die mit dem Hähnchenspiess, die mit dem Crevettenspiess und und und …. Da wird auch  Kuchen und Brot mit Kürbis gebacken, ganze Stücke gebraten, Kürbis wird eingemacht und  Aufläufe werden gekocht. All dies habe ich dieses Jahr ebenfalls in unzähligen Varianten gesehen, auch Kürbis Pasta und mit Kürbisfüllung veredelte Ravioli. Sicher habe ich weitere Möglichkeiten vergessen. Kürbis ist eines der vielseitigsten Gemüse überhaupt. Fasziniert und ein wenig verständnislos schaue ich mir die Rezepte an. Denn ich mag Kürbis nicht besonders und werde einmal mehr ohne eine einzige Kürbismahlzeit überwintern.

9 Kommentare

  1. Wie recht Du hast! Ich habe auch ein Kürbissuppenrezept im letzten Jahr gepostet und dachte mir beim Schreiben schon: „Braucht’s das jetzt wirklich?“ Zumal ich – wie Du – kein großer Fan bin. Aber die Suppe war überraschend gut. Und da ich meinen Blog auch als private Rezeptquelle betrachte, habe ich es stehen lassen. Es gibt aber wirklich auch noch neue Varianten (ein „Winter Chili“ mit Rind und Schwein und nur gaaaanz wenig Kürbis, etwa). Trotzdem hast Du völlig recht mit Deinem Beitrag. Weniger ist manchmal mehr. Da nehme ich lieber den Löffel Nutella aus dem vorherigen Kommentar!!

  2. Witziger Beitrag……Ich liebe Kürbis und es gibt bei mir auch hin und wieder Kürbisrezepte – aber ich hatte letztens tolle Karotten (Möhren) zu Hause – also gibt es bei mir Ende Oktober/Anfang November auch einen Hasenkuchen;-) Herzliche Grüße aus meiner Heimat dem Südburgenland (auch einer KÜRBISregion Österreichs.;-)….)

  3. „Kürbissuppe“ – ich kann es auch nicht mehr „hören“. Nicht, weil sie schlecht ist, einfach wie du auch sagst, weil es ja jetzt jeder irgendwie machen „muss“. „be different“: Eßlöffel + Glas Nutella – gegen den Strom 😀

  4. Liebe Lena,
    Du hast recht. Das ist wirklich ein kleines Übel. Immer zur fast gleichen Zeit die selben Rezepte. Ich denke, als Foodblogger sollte man nicht immer dem Trend (saisonal oder hypemäßig) nachlaufen. Fantasie ist gefragt. Es gibt so viele gute Zutaten und so viele (alte) Kochrezepte. Diese neu zu kochen und anzupassen, das ist angesagt. LG Hartmut

  5. Lieber Bernhard, ich mag Kürbis sehr und habe noch einige hier liegen, aber ich werde auch kein neues Rezept dafür machen, es sei denn als Chutney, aber nur, wenn du dazu noch kein Rezept gefunden hast, sonst hau ich die Dinger einfach in einen Topf und wir essen sie als Süppchen, mit deinen gesichteten Vorschlägen oder nach meinen Rezepten 😀

    1. Lieber Arno

      deine Einladung macht mich traurig. Warum willst du mich zu einem Essen einladen das ich nicht mag? Findest du das lustig?
      Wenn du jedoch als zweiten Gang ein grosses, saftiges Steak geplant hast dann lasse ich die Kürbissuppe stehen
      und beisse freudig zu.

      Gruss, Bernhard

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