FOODBLOG: IN EIGENER SACHE NR. 27

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Schon vor langer Zeit habe ich mir geschworen nur Beiträge zu schreiben die ich wirklich schreiben will und so zu schreiben wie mein Schnabel gewachsen ist. Trotzdem ertappe ich michbei Gedanken wie “gefällt das den Lesern” und bei verwendeten Kraftausdrücken wie ich diese lösche und durch bravere Worte ersetze. Mein Inneres ist sich also der Veröffentlichung der Texte bewusst und korrigiert meinen eigentlichen Willen. “Bin ich bin mir selbst gegenüber nicht ganz ehrlich?“

Umso mehr man beim schreiben die eigene Gefühlswelt berührt, umso mehr man von sich Preis gibt umso heikler wird der Umgang mit der Wahrheit, der Wortwahl und umso wichtiger wird die Sprache. Aufgewachsen mit einem Dialekt, dem Züridütsch, ist das reine Deutsch für mich eine Fremdsprache die wir in der Schule erlernten. Sobald es beim schreiben um Feinheiten geht wird mir mein mangelhaftes Deutsch bewusst denn oftmals fehlt mir sprachliches Können um meine Gedanken subtil zu “Papier” zu bringen. Dieser Mangel führt auch zu Missverständnissen die mir erst durch Kommentare der Leser bewusst werden.

Manche Schweizerdeutsche Begriffe sind für mich so selbstverständlich dass ich nicht auf die Idee komme diese zu überprüfen. Verständnislose Kommentare als Folge davon bringen mich zum lachen und zur Überprüfung des Wortes. Faszinierend dass (vor allem  Bezeichnungen für Gemüse und Fleisch) je nach Gegend der deutschsprachigen Regionen verschieden sind. So habe ich schon bis zu 10 Verschiedene Namen mit gleicher Bedeutung gefunden.

All diese Kleinigkeiten haben zur Folge dass meine Texte nie genau so sind wie ich sie möchte. Darum halte ich mich an das Sprichwort „Übung macht den Meister“und schreibe täglich in unserem Blog. Ich bin gespannt wie gut das Sprichwort funktioniert.

2 Kommentare

  1. Übung, Übung, Übung. Vor vielen Jahren habe für Zeitungen geschrieben. Es viel mir leicht. Nach langer Pause tu ich mich beim Bloggen jetzt auch schwer. Es wird aber langsam wieder besser und ich beschränke mich nicht mehr aufs Essen.

  2. ich kann das gut nachfuehlen. Mir faellt es nun viel leichter in englisch zu schreiben als in meiner eigenen Muttersprache – ich bin halt schon viel zu lange aus Deutschland weg. Z.B. finde ich es sehr schwer mich ueber meine tiefen Gefuehle meinen engen Freunden in Deutsch auszudruecken – mir fehlen einfach die Worten, die Nuancen sind nicht so da wie in meiner zweiten Sprache. 🙂

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